Tech-Tipp: Sensorreinigung

Abb. 1: Foto mit Staubkörnern

Jeder DSLR-Besitzer der zumindest gelegentlich auch mal das Objektiv wechselt, wird früher oder später mit zunächst unerklärlichen “schwarzen Flecken” auf Fotos konfrontiert. Die Ursache ist meist Staub auf dem Sensor der Kamera.

Spätestens dann stellt sich die Frage: Wie werde ich den Dreck wieder los? Muss die Kamera vielleicht sogar eingeschickt werden, oder kann ich mir selber helfen.

Haftungsauschluss: Die hier gegebenen Tipps beruhen ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen als Hobby-Fotograf. Ich weise darauf hin, dass die unsachgemäße Behandlung des Kamerasensors (CCD bzw. CMOS) zu Schäden an der Kamera führen kann, die die Kamera im Extremfall unbrauchbar machen! Folgeschäden bei der Reinigung des Kamerasensors können nicht ausgeschlossen werden!

Für alle Aktionen an Ihrer Kamera sind Sie selbst verantwortlich. klein-gedruckt.de übernimmt keinerlei Haftung für Schäden an der Kamera oder entsprechendem Zubehör. Möchten Sie sich gegen Schäden an der Kamera bzw. dem Zubehör absichern, so empfehle ich dringend die Reinigung des Sensors von einem Fachmann vornehmen zu lassen.

Erkennen von verschmutzten Sensoren

Abb. 2: Beispielfoto mit markierte Staubflecken

Eine explizite Suche nach Verunreinigungen ist meist nicht erforderlich. In den meisten Fällen wird der Fotograf von alleine dunkelgraue oder schwarze Flecken auf Aufnahmen entdecken. Diese Flecken treten üblicher weise bei hellen Motiven auf, die mit kleiner Blende (ab ca. 14) geschossen wurden.

Wer die Flecken nicht schon von alleine in Abb. 1 erkannt hat, für den wurden die Verschmutzungen in Abb. 2 noch mal hervorgehoben.

Abb. 3: Referenzaufnahme vor der Reinigung

Bevor man aber nun in wilde Putzorgien verfällt, sollte sichergestellt werden, dass das Objektiv nicht für die ominösen Flecken verantwortlich ist. Ist also das Objektiv blitzblank geputzt und sind die Flecken immer noch da, sollten mit einem Referenzfoto zunächst mal festgestellt werden, wie schlimm der Sensor tatsächlich verschmutzt ist.

Dazu sollte eine einfarbige, helle Fläche mit möglichst kleiner Blende aufgenommen werden. Also ab in den Av-Modus der Kamera, eine möglichst große Blendenzahl gewählt (>= 22) und am besten in den blauen Himmel fotografiert. Ist der Sensor verschmutzt, so sollte das Ergebnis, am Monitor betrachtet, so ähnlich aussehen wie in Abb. 3 (leider war der Himmel bei diesem Beispiel nicht sonderlich blau…).

Ist der Himmel zu dunkel kann für das Referenzfoto auch ein weißes Blatt Papier mit ausreichend Licht (z. B. mit Blitz) fotografiert werden. Der Fokus ist dabei nicht relevant und kann auf unendlich gestellt werden.

Ablauf der Reinigung

Damit der Sensor möglichst geschont wird, gehe ich bei der Reinigung üblicherweise in mehreren Schritten vor:

  1. Kontaktlose Reinigung
  2. Trockene Reinigung
  3. Nasse Reinigung

Nach jedem Arbeitsschritt sollten Kontrollfotos geschossen werden, um festzustellen, ob der Arbeitsschritt den gewünschten Erfolg gebracht hat. Können die Verunreinigungen z. B. schon im ersten Schritt entfernt werden, braucht man die anderen Schritte nicht mehr auszuführen.

Bevor auf die Schritte 1 bis 3 genauer erläutert werden, wird zuvor noch auf die benötigte Ausrüstung eingegangen.

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